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© Wiesbadener Casino-Gesellschaft

Ausstellung "Wiesbaden im Umbruch - von Nassau nach Preußen"

unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Hessischen Landtags Norbert Kartmann in den Räumlichkeiten der Wiesbadener Casino-Gesellschaft.

Vom 31. Januar 2019 - 30. März 2019

Die Ausstellung knüpft an die beiden vorangehenden Ausstellungen „Napoleon und Nassau“ sowie „Wiesbaden im Biedermeier“ an. Die Folgezeit war geprägt von Wilhelm dem I und seiner Liebe zu Wiesbaden. Er sorgte für eine liberale Verwaltung und einen Anstieg des nationalen und internationalen Tourismus. In der Stadt selbst führte dies zu vielen Neubauten der Neogotik und der Neorenaissance, die in der Ausstellung in einer Fülle von Stichen gezeigt werden.

Highlights dieser Zeit sind auch die Zeichnungen und Malereien von Kaspar Kögler, dessen Kaiserkorso in einem großflächigen Bild erscheinen wird. Der Katalog zur Ausstellung ist bereits erschienen und in den Buchhandlungen erhältlich.

Öffnungszeiten:  
Dienstag – Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr Freitag: 11:00 - 20:00 Uhr
 
Eintrittspreise:
Erwachsene: 5,00 € Ermäßigt (Behinderte und Kinder in Begleitung): 2,50 € Schulklassen: frei Gruppen ab 10 Personen: 4,00 €/Person Familienkarte 10,00 €

Führungen: auf Anfrage unter Tel: 0611/3609300

Katalog zur Ausstellung: 29,50 € in der Ausstellung und in den Buchhandlungen in Wiesbaden erhältlich

 

 

König und Kaiser

Aus der Schlacht bei Königgrätz ging Preußen als Sieger hervor. König Wilhelm annektierte das Herzogtum Nassau und Herzog Adolph musste abdanken. 

Am 18. Juli 1866 wurde Wiesbaden von preußischen Truppen besetzt. Der Landrat von Wetzlar, Gustav von Diest, übernahm als Zivilkommissar die Verwaltung in Wiesbaden. Bereits am 30. Juli 1867 besuchte König Wilhelm zum ersten Mal Wiesbaden, wo er freudig und mit großen Ehren empfangen wurde. Seine Liebe zur Stadt, in der er sich nun des öfteren aufhielt, sollte für Wiesbaden auf lange Zeit besonders positive Folgen haben. Mit der Kaiserproklamation zu Versailles am 18. Jan. 1871 – noch während des deutsch-französischen Krieges – legte Kanzler Otto von Bismarck den Grundstein für die Entstehung des Deutschen Reiches. Das nassauische Stadtschloss wurde nun zum preußischen Regierungssitz in Wiesbaden.

Bürgerliches Leben

Das städtische Leben wurde neben der Kur und den gesellschaftlichen Veranstaltungen durch die Baukultur des Historismus bestimmt. Die Neogotik, die schon im Bau der Bonifatius- Kirche sichtbar geworden war, erhielt nun in der Form der 1862 errichteten Marktkirche einen neuen Höhepunkt. Für die Neorenaissance stehen das Palais der Wiesbadener Casino-Gesellschaft von 1874 und das Neue Rathaus von 1887, wie es in ähnlicher Form in über 200 deutschen Städten gebaut wurde. Von großer gesellschaftlicher Bedeutung war 1872 die Schließung der Spielbank, weil in Preußen das Glücksspiel verboten war. Es ist dem Kurdirektor Ferdinand Hey'l zu verdanken, dass die in Folge der Schließung entstandenen finanziellen Verluste durch seine vorteilhaften Kompromisse mit der preußischen Verwaltung ausgeglichen werden konnten. Das Spiel selbst und seine Gefahren sind in dem 1866/67 von Fjodor Dostojewski erschienenen Werk „Der Spieler“ geschildert

Kunst und Kultur

Die bekanntesten, vor allem in Wiesbaden tätigen Künstler, waren die Architekten Wilhelm Bogler, Carl Boos, Phillip Hoffmann, sowie die Maler Kaspar Kögler und Ludwig Knaus. Wilhelm Bogler ist u. a. für den Bau der WCG und der neuen Kochbrunnenanlage verantwortlich. Carl Boos hat das Ministerialgebäude und die Marktkirche errichtet. Kaspar Kögler unterhielt in der Schützenhofstraße eine Mal- und Zeichenschule. Er malte u. a. den Festsaal der Wiesbadener Casino-Gesellschaft sowie die Wände des Weinkellers und des Ratsstübchen im Neuen Rathaus aus. 

Ludwig Knaus errang mit seinen dörflich orientierten Gemälden 1860 und 1867 jeweils den ersten Preis bei der Pariser Weltausstellung. Besonders herausragend sind die Besuche von Johannes Brahms, der in Wiesbaden seine 3. Symphonie in F-Dur komponierte und von Richard Wagner, der in der Villa Annika in Biebrich seine Komposition zu „Die Meistersinger“ von Nürnberg begann. 

 

Video über die Vorbereitung der Ausstellung

 

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